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Gesundheit & Pflege

Position

Eine leistungsfähige Pflege- und Krankenversorgung ist ein zentraler Standortfaktor für Niedersachsen. Damit das so bleibt, braucht es eine Reform des Gesundheitssystems: effizientere Strukturen, weniger Bürokratie, gezielteren Fachkräfteeinsatz und stabile Sozialversicherungsbeiträge. Pflege muss weiter gedacht werden – verlässlich, bezahlbar und zukunftssicher.

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Gesundheit & Pflege

Demografischer Wandel, wachsende Sozialausgaben und eine lang verschleppte Reform stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Die aktuelle Gesundheitsreform muss weitergedacht und angepasst werden. Als UVN setzen wir uns dafür ein, den Gesundheitsstandort Niedersachsen zu stärken sowie Versorgungssicherheit, Qualität und Fachkräfte in der Pflege zu sichern.

Im Dialogkreis Pflege gehen wir in einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung.

Fakten

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2024 erwirtschaftete die nds.  Gesundheitswirtschaft eine Bruttowertschöpfung von 34,8 Mrd. Euro – das entspricht 10,1 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Gleichzeitig beschäftigte sie rund 584.000 Erwerbstätige, was 13,8 Prozent aller nds. Beschäftigten entspricht. (Quelle: LSN)

Aktuell im Thema

Thema

Reform gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) vernachlässigt Ausgabenreduzierung und erhöht Einnahmen

Deutschland führt Europa mit 12,3 Prozent des BIP bei den Gesundheitsausgaben an, ohne eine entsprechend effiziente Versorgung auf Spitzenniveau zu erreichen. Gleichzeitig steigen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkasse je Versicherten seit 2000 jährlich um einen Prozentpunkt stärker als die Einkommen. Parallel steigt die Zahl der Rentner von 32 auf 44 je 100 Erwerbsfähige. Bereits heute wird die anvisierte 40 Prozent-Grenze bei den Lohnnebenkosten überschritten. Die hohe Abgabenbelastung gefährdet Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.
Der Ende April 2026 im Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf zur gesetzlichen Krankenversicherung schöpft das vorhandene Reformpotenzial nicht aus. Das ursprünglich umfassende Reformpaket wurde im Kabinett deutlich abgeschwächt und verpasst die Chance zur Beitragssenkung. Gleichzeitig entstehen neue Belastungen – mit spürbaren Folgen für Betriebe und Beschäftigte: Allein die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro monatlich ab 2027 wird zu deutlichen Mehrbelastungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern führen. Das gilt auch durch die geplante Anhebung des pauschalen Beitragssatzes für geringfügig Beschäftigte.
Statt die gefährliche Ausgabendynamik schnell zu begrenzen, werden die Einnahmen immer weiter erhöht. Eine tiefgreifende Strukturreform im Gesundheitswesen muss folgen. Die Vorschläge der Arbeitgeber liegen dem Bundesgesundheitsministerium und der Finanzkommission Gesundheit vor.

UVN-Positionen zur Gesundheitsreform (Download hier im Link)

  • Krankenhauslandschaft konsolidieren
    Bundesweite Qualitätskriterien definieren, Kapazitäten anpassen, Vorhaltevergütung sachgerecht ausgestalten und Investitionslücken schließen.
  • Notfallversorgung effizient organisieren
    Sektorübergreifende integrierte Notfallzentren schaffen und Patientenströme besser steuern.
  • Effizienzpotenziale erschließen
    Wettbewerb stärken, Sektorengrenzen abbauen, ambulante Leistungen ausweiten und Digitalisierung mit der ePA vorantreiben.
  • Versicherungsfremde Leistungen korrekt finanzieren
    Staatliche Aufgaben aus Steuermitteln tragen und gezielt entlasten.
  • Leistungskatalog fokussieren
    Nur medizinisch notwendige und wirtschaftlich sinnvolle Leistungen vorhalten.

Thema

Niedersächsische Gesundheitswirtschaft ist tragende Säule

Die Gesundheitswirtschaft ist eine zentrale Querschnittsbranche in Niedersachsen. Im Jahr 2024 erwirtschaftete sie laut Landesamt für Statistik Niedersachsen eine Bruttowertschöpfung von 34,8 Milliarden Euro – das entspricht 10,1 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Gleichzeitig arbeiteten rund 584.000 Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft, was 13,8 Prozent aller Beschäftigten entspricht.

Die Bedeutung der Branche hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Auch die Bruttowertschöpfung entwickelte sich sowohl vor als auch nach der Corona-Pandemie stabil nach oben. Mit Gesundheitsausgaben von knapp 47 Milliarden Euro im Jahr 2023 bleibt die Branche zudem ein wesentlicher Faktor für Versorgung und Beschäftigung. Die gesetzliche Krankenversicherung trägt mit 56 Prozent den größten Anteil an den Ausgaben.

Thema

Standortfaktor Pflege stärken und neu denken: UVN auf der ProCare 2026

Wie Versorgungssicherheit, Qualität und Fachkräfte in der Pflege gesichert und gleichzeitig der Gesundheitsstandort Niedersachsen gestärkt werden, stand im Mittelpunkt des Austauschs auf der ProCare 2026 in Hannover. UVN-Hauptgeschäftsführer Benedikt Hüppe und unsere damalige UVN-Gesundheitsexpertin Heide Grimmelmann-Heimburg diskutierten gemeinsam mit Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Katrin Staffler sowie einer UVN-Delegation aus Wirtschaft und Politik mit regionalen Innovationsakteuren, Versorgern, Kostenträgern und Technologieunternehmen.

Besonders wertvoll war der Austausch am Gemeinschaftsstand von hannoverimpuls GmbH und der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. Vorgestellt wurden unter anderem digitale Pflegelösungen von MEDIFOX DAN, neue Versorgungsansätze im Cluster Zukunft der Pflege sowie Perspektiven von PROCARE Deutschland GmbH, AOK Niedersachsen, dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) und der LAG FW.

Der Messe-Rundgang machte deutlich: Eine leistungsfähige Pflege ist ein entscheidender Standortfaktor. Innovationen bieten konkrete Ansätze, um Fachkräfte spürbar zu entlasten und die Versorgungsqualität zu sichern. Gleichzeitig braucht es unternehmerische Freiheit, Investitionsanreize und verlässliche politische Rahmenbedingungen, damit gute Lösungen in die Fläche kommen. Niedersachsen verfügt darüber. Entscheidend ist nun, diese Stärken konsequent zu nutzen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Presseinformation

UVN-Positionen zur Gesundheits- und Rentenreform

Mit ihren Positionen zur Gesundheits- und Rentenreform ergänzen die Unternehmerverbände Niedersachsen die Positionierungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Die UVN fassen darin die wichtigsten Reformbedarfe im Kranken- und Rentenversicherungssystem zusammen – mit dem Ziel, die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen und Arbeitgeber sowie Beschäftigte bei den...

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Thema

Stellungnahme zur PflegeHygVO

Auf Einladung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung nahmen wir am 24. November 2025 Stellung zum Entwurf einer Verordnung über Hygiene und Infektionsprävention in vollstationären Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Grundlage sind die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes, das Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten regelt.

Der Entwurf befand sich in einem weit fortgeschrittenen Verfahren, gleichzeitig haben Rückmeldungen aus der Verbandsanhörung, insbesondere von Pflegeheimbetreibern und Leistungserbringern der Eingliederungshilfe, weiteren Abstimmungsbedarf aufgezeigt. Im Austausch wurden zentrale Aspekte wie Hygieneanforderungen, Infektionsschutz, praktische Umsetzbarkeit sowie mögliche Vereinfachungen im Kontext der Landesinitiative „Einfacher. Schneller. Günstiger.“ thematisiert.

Veranstaltung

UVN Lunch-TALK Gesund führen & gestalten: Psychische Belastungen erkennen – wirksam handeln

Psychische Gefährdungen gehören heute zu den zentralen Herausforderungen für Unternehmen. Sie wirken sich nicht nur auf die Gesundheit von Beschäftigten, sondern auch auf Motivation, Leistung und Bindung von Fachkräften aus. Wer rechtssicher, gesundheitsorientiert und nachhaltig führen will, kommt an diesem Thema nicht vorbei. Im Lunch-Talk „Gesund führen & gestalten“ zeigen drei Experten und Expertinnen praxisnah, wie psychische Belastungen im Betrieb erkannt werden können, wie gesunde Führung wirksam umgesetzt wird und wie Leitbilder und Prävention langfristig zur Unternehmenskultur beitragen.
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28. Oktober 2025
Veranstaltung

UVN Lunch-TALK Unternehmen im Spannungsfeld: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Pflegende Angehörige sind ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft – und zugleich betrifft dieses Thema unmittelbar und zunehmend auch die Arbeitswelt. Immer mehr Beschäftigte übernehmen Pflegeaufgaben. Das bringt für Unternehmen Chancen, aber auch klare Rechte und Pflichten mit sich: von Freistellungsansprüchen über flexible Arbeitszeitmodelle bis hin zu Möglichkeiten der Entlastung und Fachkräftesicherung. Wie können Politik, Unternehmen und Betroffene gemeinsam tragfähige Lösungen finden?
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09. Oktober 2025

Kontakt

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Carina Slodowski

Abteilungsleitung
Telefon: +49 511 / 8505-254
Mail: csl@uvn.digital

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Claudia Steinbrück

Team-Assistenz
Telefon: +49 511 / 8505-246
Mail: cs@uvn.digital

Gremien

Beirat für Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz (MS Nds)

Verwaltungsrat GKV-Spitzenverband

Digital Health City Hannover

Verwaltungsrat Medizinischer Dienst Niedersachsen

Aufsichtsrat AOK-Bundesverband

Verwaltungsrat AOK Niedersachsen

Verwaltungsrat Kaufmännische Krankenkasse (KKH)

Verwaltungsrat Techniker Krankenkasse

Beirat Diakovere

Klare Haltung.
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