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Europa & Außenwirtschaft

Position

Niedersachsens Exportmodell braucht verlässliche, transparente und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Geopolitische Risiken, Handelskonflikte und Abhängigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten belasten Unternehmen bereits erheblich – zusätzliche Bürokratie, Nachweis- und Dokumentationspflichten dürfen Investitionsentscheidungen nicht weiter erschweren. Wer internationale Märkte erschließen will, braucht weniger administrative Hürden, klare Verfahren und politische Unterstützung, damit Wertschöpfung und Beschäftigung in Niedersachsen gesichert bleiben.

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EU & Außenwirtschaft

Die niedersächsische Wirtschaft ist stark EU- und international ausgerichtet. Für viele Unternehmen sind Exportmärkte, internationale Lieferketten und Auslandsinvestitionen zentrale Voraussetzungen für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung am Standort. Gleichzeitig treffen geopolitische Spannungen, Zoll- und Handelskonflikte sowie Abhängigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten die Betriebe in einer Phase ohnehin hoher Kosten und großer Planungsunsicherheit.

Gerade deshalb müssen internationale Investitionsentscheidungen so einfach und attraktiv wie möglich bleiben. Unternehmen prüfen neue Märkte nicht nur nach Absatzchancen, Kosten und Risiken, sondern auch nach dem Aufwand für Zoll- und Exportverfahren, Nachhaltigkeits- und Sorgfaltspflichten, Berichtspflichten und weitere Nachweise.

Fakten

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Investitionen in D steigen

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Neuinvestionen im Ausland

Laut Niedersachsen Metall-Umfrage plant nur noch jedes fünfte Unternehmen 2026 steigende Investitionen. Gleichzeitig fließen rund zwei Drittel der Neuinvestitionen ins Ausland, während nur etwa jede dritte Investition noch am Standort Niedersachsen erfolgt. Als Hauptgründe nennen die Unternehmen strukturelle Standortnachteile Bürokratie, Energiekosten, Lohn- und Lohnnebenkosten sowie Steuer- und Abgabenlast.

Aktuell im Thema

Veranstaltung

Niedersächsische Wirtschaftsgespräche mit Europaministerin Melanie Walter und MdEP Lena Düpont

Mit Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, und Lena Düpont (MdEP) diskutierten wir i.R.d. Niedersächsischen Wirtschaftsgespräche aktuelle Entwicklungen der europäischen Außen- und Wirtschaftspolitik und deren Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Niedersachsen. Im Fokus stehen Themen wie Handel, Energie, Industriepolitik und die Chancen sowie Herausforderungen für Unternehmen in Niedersachsen.
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30. Juni 2026
Thema

Außenhandel unter Druck – Freihandelsabkommen gewinnen an Bedeutung

Deutschland profitierte jahrzehntelang von offenen Märkten und einer dynamischen Globalisierung. Mit Export- und Importquoten von jeweils rund 40 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist die Bundesrepublik eng in den Welthandel eingebunden. Doch genau dieses Umfeld verändert sich zunehmend. Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft wächst der Druck durch geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und zunehmenden Protektionismus. Vor diesem Hintergrund gewinnen die aktuellen Handelsabkommen mit USA, MERCOSUR, Australien, Mexico, Indonesien sowie Indien an Bedeutung.
Die Zollpolitik der USA und die wiederholten Drohungen von Präsident Donald Trump sorgen für erhebliche Unsicherheiten in der Wirtschaft und belasten die transatlantischen Beziehungen stark. Die sicherheitspolitische Abhängigkeit Europas von den USA stärkt Trump zusätzlich. Mit Exporten von über 7 Milliarden Euro im Jahr 2024 zählen die USA zu unseren wichtigsten Handelspartnern. Mit dem EU-USA-Zolldeal im Mai 2026 wurde schließlich ein gewisses Maß an Stabilität erreicht. Um neuen US-Zöllen begegnen zu können, verschärfte die EU ihre Schutzmechanismen und koppelte ihre Zollsenkungen an ein weiteres Entgegenkommen der USA.
Das EU-Mercosur-Handelsabkommen gilt als wichtiges Signal strategischer Handlungsfähigkeit gegenüber globalen Wettbewerbern wie China und den USA. Gerade Brasilien zählt bereits heute zu den wichtigsten Investitionsstandorten deutscher Unternehmen außerhalb Europas. Deutsche Unternehmen erwirtschaften dort mit rund 244.000 Beschäftigten jährlich fast 70 Milliarden Euro. Für Exporte nach Brasilien wird vom IW Köln eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 4,1 Prozent erwartet. Besonders im Fokus stehen digitale Transformation, erneuerbare Energien und strategische Rohstoffe.
Besonders relevant beim EU-Australien-Freihandelsabkommen ist die strategische Bedeutung Australiens für kritische Rohstoffe wie Lithium und Seltene Erden. Gleichzeitig soll das Abkommen den Marktzugang erleichtern und neue Wachstumschancen für europäische und niedersächsische Unternehmen schaffen.
Mexiko ist bereits heute ein attraktiver Produktions- und Investitionsstandort für die deutsche Industrie. Das modernisierte Handelsabkommen EU-Mexiko schafft ein Plus an Rechtssicherheit, weitgehende Zollfreiheit, verbesserten Investitionsschutz, vereinfachte Handelsregeln und einen besseren Zugang zu öffentlichen Aufträgen. Gleichzeitig sorgen verbindliche Arbeits- und Umweltstandards für fairere Wettbewerbsbedingungen.
Das EU-Indonesien-CEPA steht für eine Freihandelszone mit über 700 Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern und stärkt insbesondere die Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Europas Versorgung mit kritischen Rohstoffen für Zukunftstechnologien und Stahlindustrie. Darüber hinaus profitieren wichtige Branchen wie Automobilindustrie, Chemie und Maschinenbau vom besseren Marktzugang, sinkenden Zöllen und mehr Planungssicherheit. Gleichzeitig fördert das Abkommen nachhaltiges Wachstum und den Schutz geistigen Eigentums.
Auch das geplante EU-Indien-Handels- und Investitionsabkommen eröffnet erhebliche Potenziale. Angesichts von fast 1,5 Milliarden Einwohnern gilt Indien als einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte weltweit. Die EU will ihr Zollregime für 99,5 Prozent der indischen Waren liberalisieren, Indien wiederum Zölle auf 96,6 Prozent der EU-Warenausfuhren senken oder streichen.

Veranstaltung

Medien 2030: KI-Revolution, Medienvielfalt und der Kampf um den Markt

Generative KI, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Polarisierung verändern die Medienbranche grundlegend. Über Zukunftsfragen von Journalismus, Geschäftsmodellen und Medienvielfalt diskutierten wir mit Sts Frank Doods, NDR-Intendant Hendrik Lünenborg, RTL Nord-Chefin Sonja Schwedje, NLM-Direktor Prof. Christian Krebs, dem VNZV-Vorsitzenden Jochen Anderweit und weiteren Branchenexperten.
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09. Juni 2026
Veranstaltung

UVN-Delegationsreise nach Brüssel 2026: Niedersächsische Wirtschaft setzt Impulse für ein wettbewerbsfähiges Europa

Traditionell reiste unsere UVN-Delegation mit rund 40 Vertreterinnen und Vertretern der niedersächsischen Wirtschaft in die EU-Hauptstadt Brüssel und führte Gespräche in Kommission, mit den MdEP und der Landesvertretung. Auch beim Wirtschaftsfrühstück mit Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und Ministerin Melanie Walter standen der direkte Austausch zu europäischen Wirtschaftsthemen wie Wettbewerbsfähigkeit, Bürokratieabbau, Digitalisierung und die Vollendung des EU-Binnenmarkts im Fokus.
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01. - 03. Juni 2026
Thema

Niedersächsischer Außenwirtschaftspreis 2026

Der Niedersächsische Außenwirtschaftspreis 2026 würdigt seit 2003 niedersächsische Unternehmen, die sich durch besondere Exporterfolge, innovative Markterschließung und nachhaltige internationale Strategien hervortun. Die UVN sind Teil der Jury unter Vorsitz von Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier.

Die Auszeichnung findet traditionell während der HANNOVER MESSE statt und ist Teil des Niedersächsischen Außenwirtschaftstages. Das diesjährige Leitthema „Hidden Markets“ betrachtete unterschätzte Länder und Regionen mit Wachstumschancen für niedersächsische Unternehmen.

Sieger in der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen“ ist die Simtec Systems GmbH aus Braunschweig. In der Kategorie „Großunternehmen“ überzeugte die DREWSEN SPEZIALPAPIERE GmbH & Co. KG aus Lachendorf. Der „Sonderpreis der Jury“ ging 2026 an die Keil Anlagenbau GmbH & Co. KG aus Bohmte-Hunteburg.

Veranstaltung

Niedersachsen-Abend im Rahmen der HANNOVER MESSE 2026

Der Niedersachsen-Abend unterstreicht die Bedeutung der HANNOVER MESSE als zentrale internationale Plattform für neue Technologien, Fachaustausch, Vernetzung und Standortprofilierung. Gerade für niedersächsische Unternehmen bietet die Messe die Möglichkeit, Innovationen sichtbar zu machen, neue Geschäftskontakte zu knüpfen und die Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten zu stärken.
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23. April 2026
Thema

Niedersächsische Delegation zu Gast in Israel

Im Rahmen der Israel-Delegationsreise auf Einladung von Staatssekretär Frank Doods, Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, wurde deutlich, wie eng wirtschaftliche Innovationskraft und gesellschaftliche Resilienz in Israel miteinander verbunden sind – und welche Impulse sich daraus auch für Niedersachsen ableiten lassen. Als Vertreter der niedersächsischen Wirtschaft begleitete UVN-Hauptgeschäftsführer Benedikt Hüppe die Delegation.

Im Mittelpunkt standen insbesondere Zukunftsthemen wie Cybersicherheit, Mobilität, Energie, Robotik und Verteidigungswirtschaft. Unternehmensbesuche bei Aleph Farms, Cognata, Synergy7 und Cymotive Technologies zeigten eindrucksvoll die Innovationskraft israelischer Unternehmen von nachhaltiger Lebensmittelproduktion über autonome Mobilität bis hin zu Energie- und Sicherheitslösungen. Auch der Austausch mit der Ben-Gurion-Universität im Negev verdeutlichte das große Potenzial im Bereich Forschung und Technologietransfer.

Thema

Industriestandort unter Druck

Die wirtschaftliche Lage Deutschlands hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verschlechtert. Die Industrieproduktion geht seit mehreren Jahren zurück, Investitionen bleiben aus und die Zahl der Arbeitslosen erreichte 2026 erstmals wieder die Marke von drei Millionen Menschen.

Als Industrie- und Automobilstandort ist Niedersachsen besonders betroffen. Sinkende Investitionen, Unsicherheiten bei der Transformation und eine schwache Konjunktur prägen die Lage vieler Unternehmen. Denn hohe Energiekosten, zunehmende Bürokratie, langwierige Genehmigungsverfahren, Investitionsstau, internationale Handelskonflikte und eine veränderte globale Arbeitsteilung belasten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Die deutsche Industrie verliert zunehmend an Substanz.

Für die Wirtschaft ist deshalb klar: Notwendige Reformen dürfen nicht weiter aufgeschoben werden! Deutschland braucht dringend eine mutige wirtschaftspolitische Wende mit klaren Prioritäten für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen.

Öffentliche Mittel müssen gezielt in Infrastruktur, Innovation und Transformation fließen. Gleichzeitig braucht es weniger Bürokratie, schnellere Verfahren, mehr Netto vom Brutto sowie Rahmenbedingungen, die Beschäftigung, Investitionen und unternehmerisches Handeln wieder stärker belohnen.

Thema

Wirtschaftsexpertise von Frauen für Frauen

Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig starke Netzwerke, gegenseitiger Erfahrungsaustausch und sichtbare unternehmerische Perspektiven sind. Der Schwerpunkt von Frauen für Frauen erlaubt eine ausführliche Betrachtung zielgruppenspezifischer Themen und Herausforderungen mit Best Practice und Mentoring-Elementen.

Im Rahmen des Tages der niedersächsischen Wirtschaft fand sich das UVN-Unternehmerinnen-Netzwerk am 12. November 2025 für einen Austausch mit Ute Spring, Präsidentin von Dow Deutschland, Österreich und Schweiz (D/A/CH) sowie Vorstandsvorsitzende von Dow in Deutschland, zusammen. Als Auftakt-Event 2026 luden wir zu einem gemeinsamen Rundgang über die HANNOVER MESSE ein, der in der FEMWORX und im Niedersachsen-Abend mündete.

Der UVN-After-Work von UVN und VdU für niedersächsische Unternehmerinnen, Entscheiderinnen und Gestalterinnen am 15. Juni 2026 befasste sich mit den politischen Weichenstellungen von morgen und knüpfte an die Netzwerkgespräche vom Business Brunch am 3. November 2025 an.

Kontakt

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Kerstin Gördes

Abteilungsleitung
Telefon: +49 511 / 8505-346
Mail: kg@uvn.digital

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Sabine Kollmeyer

Team-Assistenz
Telefon: +49 511 / 8505-340
Mail: sk@uvn.digital

Gremien

Außenwirtschaftspreis Niedersachsen

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