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Position

Niedersachsen muss seine finanzpolitischen Spielräume konsequent nutzen, um Unternehmen zu entlasten und Investitionen zu beschleunigen – gezielte Förderpolitik und eine effiziente Verwaltung sind entscheidend. Steuern müssen Innovation ermöglichen – nicht ausbremsen. Eine unternehmerfreundliche Reform heißt: niedrigere Sätze, weniger Komplexität und maximale Planungssicherheit auch für den Mittelstand.

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Finanzpolitik muss Transformation ermöglichen und darf sie nicht zusätzlich erschweren. Doch der Strukturwandel führt zu steigenden Investitionsanforderungen und hohem Förderbedarf.

Gerade KMU ohne eigene Förderexpertise oder externe Beratung können viele Förderprogramme kaum nutzen. Die UVN bringen deshalb die Perspektive der Wirtschaft u.a. in den Multifonds-Begleitausschuss ein, das zentrale Entscheidungsgremium für EU-Förderprogramme in Niedersachsen. Unser Ziel ist, Förderchancen einfacher, transparenter und wirksamer für Unternehmen nutzbar zu machen.

Deutschland verliert als Hochsteuerland im internationalen Wettbewerb an Attraktivität. Die aktuelle Steuerpolitik verfolgt einen evolutionären Ansatz. Für mehr Investitionen und Innovationen fordern wir aber eine deutlich ambitioniertere Reform: schnellere Steuersenkungen, konsequenten Bürokratieabbau und ein grundlegend einfacheres, international wettbewerbsfähiges Steuerrecht.

Fakten

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Anstieg Unternehmens-insolvenzen

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Steuerl. Schätzung 2026 - 2030

Die Steuerschätzung im Mai 2026 korrigiert für die Kommunen die bisherigen Erwartungen nach unten. Ungeachtet dessen steigen die Steuereinnahmen der Kommunen von Jahr zu Jahr weiter an: von 2026 bis 2030 beträgt das erwartete durchschnittliche Wachstum rund 3 Prozent pro Jahr.

Die Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen sind 2025 laut LSN erneut gestiegen. Insgesamt stellten 1.910 Unternehmen einen Insolvenzantrag – ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Aktuell im Thema

Thema

Unternehmensteuern reformieren

Deutschland ist ein Hochsteuerland. Fast ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland fließt direkt an den Staat. Hohe und komplexe Unternehmensteuern gelten dabei zunehmend als Belastung für Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Wachstum. Die Erbschaftsteuer bringt insbesondere Familienunternehmen in Gefahr.

BDI, IW Medien, VDA, VCI und VDMA haben in ihrem „Industry Spotlight: Unternehmensteuern“ zentrale Herausforderungen analysiert und insbesondere sechs steuerpolitische Vorschläge hin zu einem international wettbewerbsfähigen Steuerrecht entwickelt.

Thema

Erbschaftsteuerpläne gefährden Familienunternehmen

Nach vier Jahren wirtschaftlichem Stillstand sind nicht Steuererhöhungen, sondern Steuersenkungen dringend notwendig. Dennoch wird eine Reform diskutiert, die mittelständische Familienunternehmen mit höheren Steuern auf produktives Kapital belastet. Das würde Investitionen in Transformation, Innovation und Arbeitsplätze am Standort Deutschland massiv gefährden. Der Erhalt von Unternehmen und Arbeitsplätzen rechtfertigt deshalb weiterhin eine besondere Verschonung von Betriebsvermögen – insbesondere bei familien- und eigentümergeführten Unternehmen des Mittelstands.

Thema

Klare Prioritäten für Niedersachsen

Wenn die UVN-Geschäftsführerkonferenz zusammenkommt, geht es um die zentralen Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen. Gemeinsam mit Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen diskutierten unsere Mitgliedsverbände im Februar 2026 aktuelle wirtschaftliche, gesellschaftliche und geopolitische Entwicklungen sowie notwendige politische Weichenstellungen.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen vor allem schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, der konsequente Abbau bürokratischer Belastungen sowie verlässliche politische Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen. Positiv bewertet wurde dabei insbesondere das sogenannte „Kopfstandverfahren“ der Landesregierung mit dem Anspruch, bestehende Regelungen systematisch auf Notwendigkeit und Praxistauglichkeit zu überprüfen. Deutlich wurde zugleich: Niedersachsen verfügt über wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft – jetzt braucht es Tempo, Klarheit und konsequente Priorisierung.

Veranstaltung

Exklusiver Einblick in die Praxis des Niedersächsischen Finanzgerichts

Unsere Mitglieder erhielten am 5. Februar 2026 einen seltenen und praxisnahen Einblick in die Arbeit der Finanzgerichtsbarkeit. Auf Einladung der UVN und KSB INTAX verfolgten die Teilnehmenden eine „Live“-Sitzung des 2. Senats des Niedersächsischen Finanzgerichts.
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05. Februar 2026
Veranstaltung

UVN Lunch-Talk: Zwischen Pflicht & Perspektive: Wie niedersächsische Unternehmen Corona-Hilfen zurückzahlen

Mit den Experten Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank, und Dr. Rainer Eckert, Rechtsanwalt und Gründungspartner von Eckert Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB, informieren Sie kompakt über den aktuellen Stand bzgl. der Rückforderungen der Corona-Hilfen in Niedersachsen informieren und aufzeigen, welche möglichen Instrumente zur Lösung sowohl aus Sicht der NBank als auch unter rechtlichen Aspekten, insbesondere des Finanzrechts, bestehen.
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29. Januar 2026
Thema

Mittelstandsbeirat und Clearingstelle Niedersachsen

Als Mitglied im Mittelstandsbeirat des Landes Niedersachsen bringen die UVN konkrete Erfahrungen und Vorschläge unserer Mitglieder, Ausschüsse und aus Gesprächen ein. Im Mittelpunkt stehen bürokratiearme, praxistaugliche Verfahren, schnellere Prozesse und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Über den Mittelstandsbeirat wirken wir zudem an der strategischen Arbeit der Clearingstelle Niedersachsen mit. Ziel ist es, Bürokratieabbau systematisch, mittelstandsorientiert und digital zu denken – von der Gesetzesfolgenabschätzung bis zur konkreten Verwaltungsmodernisierung. Die Clearingstelle ist ein wichtiger Hebel, um neue Regelungen frühzeitig auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen und bestehende Belastungen gezielt abzubauen.

Wie wirksam dieser Ansatz ist, zeigt die praktische Arbeit der Clearingstelle: Praxischecks, Werkstattgespräche und der strategische Austausch mit dem Landesamt für Statistik Niedersachsen machen konkrete Bürokratielasten sichtbar und übersetzen sie in praxistaugliche Vorschläge für einfachere Verfahren. Ergänzend brachten Clearingstelle und Mittelstandsbeirat konkrete Vorschläge zum Bürokratieabbau im EU-Recht in das Omnibusverfahren ein und vertieften diese im Austausch mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments.

Thema

Sondervermögen verfehlt zusätzliche Investitionswirkung

Das im Juni 2025 beschlossene Sondervermögen sollte zusätzliche Investitionen ermöglichen und die Transformation Deutschlands beschleunigen. Eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt jedoch: Bislang wird dieses Ziel nur eingeschränkt erreicht.

Demnach wurden 2025 rund 86 Prozent der Mittel aus dem Sondervermögen nicht zusätzlich investiert, sondern teilweise zur Finanzierung bereits geplanter Ausgaben genutzt. Gleichzeitig blieben die tatsächlichen Investitionen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Insgesamt beliefen sich die Investitionsausgaben des Bundes einschließlich des Sondervermögens auf rund 71 Milliarden Euro – lediglich rund zwei Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Die Analyse zeigt: Mehr Geld allein schafft noch keine Investitionswende. Entscheidend ist, dass die Mittel tatsächlich neue Investitionen auslösen und gezielt in Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaneutralität fließen. Auch Mitte 2026 bleibt eine spürbare Investitionsdynamik aus.

Kontakt

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Kerstin Gördes

Abteilungsleitung
Telefon: +49 511 / 8505-346
Mail: kg@uvn.digital

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Sabine Kollmeyer

Team-Assistenz
Telefon: +49 511 / 8505-340
Mail: sk@uvn.digital

Gremien

Clearingstelle Land Niedersachsen

BBN Bürgschaftsbank Niedersachsen

Beirat NBank – Investitions- und Förderbank Niedersachsen

Ausschuss Steuern (BDI)

Landeskreditausschuss Niedersachsen

MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH

ESF & EFRE Multifond-Begleitausschüsse

Klare Haltung.
Starke Stimme.

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